Mich würde mal interessieren, was ihr in den letzten zwei Wochen vor der Ernte tatsächlich mit euren Pflanzen macht.
Im Internet und auf YouTube stößt man ständig auf verschiedene Methoden. Manche stellen ihre Pflanzen 24 bis 72 Stunden vor der Ernte in komplette Dunkelheit, andere flushen eine oder sogar mehrere Wochen lang nur mit Wasser. Dann gibt es noch Empfehlungen zur Temperaturabsenkung, Luftfeuchtigkeit, Lichtintensität usw…
Was davon macht ihr wirklich? Und vor allem: Womit habt ihr tatsächlich gute Erfahrungen gemacht? Ich habe die Pflanze immer bis zur Ernte einfach bisschen austrocknen lassen, that’s it.
Mich interessiert besonders, welche dieser Maßnahmen eurer Meinung nach einen echten Einfluss auf Qualität, Potenz, Geschmack oder Aroma haben und was eher in die Kategorie Bro-Science oder Grower-Aberglaube fällt.
Gibt es Dinge, die ihr früher gemacht habt, heute aber bewusst weglasst? Oder Methoden, auf die ihr vor jeder Ernte schwört?
Gibt wissenschaftliche Studien, dass sämtliche “Tricks” kurz vor der Ernte nicht wirklich was bringen. Ich lasse meine Pflanzen also ganz normal unter dem Licht. Lediglich den Dünger reduziere ich etwas
Bei mineralischer Düngung gibt man 1 bis 2 Wochen vor ernte nur noch Ph angepasstes Wasser mit Drain um die Pflanzen ihre eigenen Speicher aufzubrauchen und es spült vor der Ernte überschüssige Nährstoffsalze aus, was für saubere Blüten und einen besseren Geschmack sorgt.. Da mineralischer Dünger sofort verfügbar ist, entsteht durch das weglassen das herbsteln.
Bei biologischer Düngung füttert man ja das Bodenleben und die Pflanze nimmt sich was sie braucht.. ich reduziere die Düngergabe immer leicht, was theoretisch nicht nötig wäre, da der natürliche Alterungsprozess alleine stattfinden kann.. mein Licht dimmen ich gegen Ende auch ein wenig.. einfach um den Abbau von terpenen und THC zu vermeiden und die Neubildung von calyces und evtl foxtails zu vermeiden. Man nimmt auch das Gas ein bisschen aus der Pflanze, da mehr Licht auch mehr Fotosynthese bedeutet und sich die Pflanze am Ende eher aufs Reifen konzentrieren soll..
Temperatur und rlf verändern, geht ja dann meist mit dem dimmen der Lampe einher.. aber würde bei mir nicht bewusst passieren..
Alles andere, wie drei Tage dunkel oder manche machen auch drei Tage Licht durchgehend an, finde ich persönlich Quatsch, da es im Zeitraum zu kurz ist um irgendetwas in der Pflanze auszulösen und zu ändern..
Das einzige was ich mit den Pflanzen vor der Ernte mache, ist noch mal alle großen Blätter abschneiden und zwei bis drei Wochen vorher den Dünger absetzen. Das war’s
Anthocyane ist ein Pflanzenfarbstoff der zum Beispiel in Rotkohl, Beeren usw ist aber halt auch in Zierpflanzen und halt auch in einigen Cannabis Sorten.
Bei diesen Sorten kann es tatsächlich Sinn machen 2-3 Wochen vor der Ernte langsam anzufangen die Nachttemperaturen ( es gibt aber noch andere Methoden) Schrittweise immer niedriger zu machen ( bis zum Schluss 13-15 Grad erreicht sind) weil dadurch dann der Farbeffekte verbessert wird.
1: Klimagerät - teuer-Strom
2: ein größerer Luftentfeuchter wo du ausschalten kannst das die ausgepustete Luft wieder erwärmt wird ( so einen habe ich, du kannst ihn in meiner Growstory zur Mandarin Cookies sehen auf dem letzten Bild )- teuer - Strom
3: die Pflanzen nachts in den Keller tragen oder Luft daraus in das Growzelt leiten
4: gefrorene 1,5L Flaschen im Zelt vor den Lufteinlass stellen - hält nicht lange an - Luftfeuchtigkeit kann zu hoch werden - Schimmelgefahr gerade in den letzten Wochen dadurch
5: die letzten 2-3 Wochen das Grießwasser runter kühlen auf 13-14 Grad und abends gießen ( auf keinen Fall kälter sonst schaden an Wurzeln und Pflanze möglich) die Pflanze nimmt das kühle Wasser auf und der Effekt wird schön.
man kann es auch provozieren, indem man die lampe 5-10cm tiefer hängt, oder das licht intensiviert, wenn man eine dimmbare lampe und noch kapazität nach oben frei hat.
Richtig, für den gewünschten Herbst Effekt und purpeln der Blätter braucht es Kälte und einen hohen Tag Nacht Unterschied in der Temperatur. Nachts am besten 16 Grad und tagsüber weiterhin warm mit 24 oder so.. dabei rlf auch senken und für gute Umluft sorgen.
Bei Hitze und erhöhen der Lichtenintensität kommt eigentlich das Gegenteil.
Mehr Licht kurbelt Photosynthese und Wachstum an, was zu Mängeln, foxtails und budbleaching führen kann. Am Ende hat man Nekrosen und gelbe und lila Blätter, allerdings durch Mangel, was kein herbsteln ist aber viele dafür halten.
Die Anleitung ist aus meiner Sicht noch ausbaufähig. Ich habe mich mit diesem Mythos beschäftigt und möchte darauf hinweisen, dass es bislang keine Belege für einen Nutzen von Eiswasser gibt. Außerdem besteht das Risiko, dass die Pflanze durch die Kälte einen Wurzelschock erleidet.
Ja du hast Recht. Vielleicht mache ich mal ein Test weil ich ja gerade die blue suzhi laufen habe ich werde eine davon mit 13-14 Grad Wasser später die letzten Wochen mal behandeln und die anderen normal . Zusätzlich dafür sorgen das es nachts Wochen weiße kälter ist . Mal sehen ob sich die eine dann von den anderen unterscheidet mal den Mythos auf den Grund gehen
Aber wahrscheinlich wird es keine sichtbaren Unterschied geben denke ich , du hast es ja geschrieben in dem anderen Post @Dennis . Gesunde Pflanzen Genetik und Geduld .. und einfach nachts kühler sollte genügen
Ich hab jetzt an den 3 Pflanzen die in den nächsten 2 - 3 Wochen fertig sind alle großen Blätter entfernt. Nicht auf einmal, sondern über 3 Tage hinweg, immer Abends.
Hab gelesen das sie das weniger stresst als tagsüber und alles auf einmal.