Low-Budget-/Low-Effort-Grow

mit dem ich bald fertig sein werde, daher gibt es kein Tagebuch. Aber ich werde mal beschreiben, was ich wie gemacht habe.

Auf die Idee mit einem Low-Budget/Low-Effort-Grow bin ich Ende letzten Jahres gekommen, einfach weil ich soviele Samen habe und die ja irgendwie nutzen muss, bevor sie vielleicht nicht mehr keimen. Vorher hab ich im Grunde das Gleiche gemacht, nur auf dem Balkon und ohne künstliches Licht.

Jedenfalls hab ich mir eine Epsilon F1 geschnappt, die ja klein bleiben und nicht stark riechen soll und hab sie nach dem Keimen in einen 3 Liter-Topf getan und wachsen lassen. Das ganze fand in einer Art “Growbox” statt, sondern eine einfache 60x60cm Holzkonstruktion, die mit Rettungsfolie zu drei Seiten geschlossen und nach oben und zum Fenster offen ist - darüber hängt eine 18 Watt-LED, eine zweite (5 Watt) wird einfach angeklemmt und kommt ab der Vorblüte zum Einsatz.

Anfangs hatte ich die 18 Watt LED noch nicht und hab mit zu wenig Licht gearbeitet, weshalb sie 4 Wochen lang praktisch nicht gewachsen ist. Dann hab ich die 18 Watt-LED drüber gehängt und plötzlich ging es los. Sie wurde täglich größer und am Ende hat sie mir 4,20 Gramm gebracht. Nicht viel aber besser als nix! Allerdings dauerte der Grow durch die mangelnde Beleuchtung am Anfang einen Monat länger als erwartet.

Da ich aber noch Platz für zwei weitere Pflanzen in dieser Konstruktion hatte, hab ich mir gedacht, ich versuche das ganze nochmal, diesmal eben mit drei Pflanzen. Also hab ich die Keimlinge Anfang/Mitte März eingepflanzt und die sind mittlerweile richtig groß geworden - 75cm (Northern Lights Auto, 3l-Topf), 70cm (Purple Punch Auto, 2,2l-Topf) und 60cm (Wedding Cake Auto, 2,2l-Topf) - und bald erntereif. Ich ging allerdings davon aus, dass die Pflanzen so klein bleiben werden wie die Epsilon F1 (so ca. 35 - 40cm). Sind sind aber genauso groß, trotz deutlich kleiner Töpfe, wie die Planzen, die ich letztes Jahr über den Sommer auf dem Balkon gezogen habe - DAS irritiert mich immer noch ein bisschen^^

Geändert zum vorigen Mal hab ich nicht viel, ausser dass ich Perlit in die Erde getan und statt billigen Düngesticks Tomatendünger verwendet habe. Ausserdem hab ich von Anfang an die 18 Watt LED verwendet. Da die Box an einem Fenster zu meinem überdachten Balkon steht, bekommen die Pflanzen auch etwas indirektes Tageslicht ab, ich denke das hilft ein bisschen, besonders wo es jetzt tagsüber länger hell ist.

Und im Grunde ist die Pflege ziemlich easy seitdem: Ich gieße ungefähr einmal die Woche, ca. ne halbe Tasse Wasser pro Pflanze, manchmal mehr, je nach Temperatur, und wie die Pflanzen aussehen. Wenn sie ein bisschen die Blätter hängen lassen, bekommen sie einen Schluck mehr und das funktioniert bisher ziemlich gut. Mängel gibt es bisher keine, wobei die Northern Lights eventuell einen Kalium-Mangel entwickelt. Aber da ich sie bald ernten werde, werde ich da nichts unternehmen.

Ich verwende die billige Blumenerde von Edeka, Tomatendünger von Compo und die 18 Watt-LED stammt von Aliexpress.

Rein optisch würde ich schätzen, dass ich pro Pflanze ca. 6g trocken rausbekommen werde, evtl. etwas mehr. Und diesmal werde ich teilernten, einfach weil ich bei der Epsilon F1 gesehen habe, dass die unteren Blüten noch nicht reif waren.

Meine Motivation, es auf diese Weise zu tun:

Erstmal weil ich möglichst wenig Geld in Equipment investieren will und weil ich mich nicht allzuviel kümmern will. Weder um die richtige Düngung, Luftfeuchtigkeit, etc.

Dazu kommt, ich will legal bleiben. Letztes Jahr im Herbst hab ich 40g geerntet und da ich niemand bin, der sich ein Gramm pro Tag reinzieht, hab ich davon immer noch 25g… ich hab also keine Wahl und muss Low-Effort fahren, sonst komm ich über die Grenze (hier in DE 50g trocken). Ausserdem ist es auch eine Art Machbarkeitsstudie für mich und, das ist für mich das wichtigste daran, es macht unheimlich Spaß etwas groß zu ziehen und noch was Nettes oben drein zu bekommen^^

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@chilichote war es wirklich nur ein 3 Liter bzw 2,2 Liter Topf? Canabis sind m.W. Tiefwurzler, dh ich schaue darauf, dass der Topf lieber höher als breiter ist. Ab einer Wuchshöhe von ü50cm würde ich dir aber locker das doppelte am Topfvolumen empfehlen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je größer der Topf ist, desto größer auch die Pflanze + der Ertrag (wobei ab einer bestimmten Topfgröße es dann nicht mehr ins Gewicht fällt)

was ich grundsätzlich empfehlen kann, habe dazu in deinen Beitrag nichts darüber gefunden, deshalb erwähne ich es einfach mal: cropping. die (haupt)-triebe vorsichtig seitlich biegen, sodass die eher horizontal liegt und dann wieder nach oben wächst, so hat sie mehr Fläche für Licht und verschattet sich nicht selbst. ich habe dazu anfangs normale zeltheringe benutzt und die nach und nach vorsichtig tiefer gedrückt um die horizontale Lage zu erreichen. Manche gehen da deutlich rabiater zu (das müsste dann supercropping) sein, das ist mir aber zu heftig

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@westheimer_chilifarm Das waren bzw. sind definitiv 3-/2,2-Liter-Töpfe (steht unten drunter^^). Die Pflanzen vom letzten Jahr haben kaum Wurzeln ausgebildet und die hatte ich in 9-Liter-Töpfen auf dem Balkon, weshalb ich die Epsilon F1 dann einen 3-Liter-Topf gepflanzt hab. Bei der wollte ich aber auch, dass sie klein bleibt und diesen hat sie richtig schön ausgewurzelt, weshalb ich dachte, dass die aktuellen drei Planzen dann auch kleiner bleiben. Aber offensichtlich liegt es nicht an der Topfgröße wobei ich natürlich noch nicht weiss, wie sehr sie die Töpfe in diesem Run ausgewurzelt haben. Das werd ich mir natürlich nach der Ernte genau anschauen. Aber so bin ich tatsächlich ein bisschen ratlos und frage mich, wie das sein kann.

Das mit dem Cropping ist ne gute Idee allerdings fehlt mir dafür der Platz, falls ich wieder drei Pflanzen in der Konstruktion groß ziehe. Aber da ich im Sommer auch wieder auf dem Balkon drei Pflanzen ziehen möchte, werde ich das mal in Betracht ziehen, denn dort gibt es nur wenig direktes Sonnenlicht.

So, jetzt will ich nochmal ein paar Bilder nachreichen…

Vorab, schimpft nicht mit mir, denkt dran, 18 Watt (+ 5 seit der Vorblüte) und ein bisschen Tageslicht von einem überdachten Ostbalkon^^

Da mein Konstrukt direkt vorm Fenster steht, ist es schwierig vernünftige Fotos zu machen aber ich hab mal mit dem Ultraweitwinkel meines Handys ein Foto mit allen Dreien versucht zu machen, danach folgen Northern Lights, Purple Punch und Wedding Cake. Auf dem letzten Bild sind die Mainbuds der Northerns Lights und der Purple Punch zu sehen. Nach unten hin ist der Reifegrad natürlich weniger fortgeschritten, weshalb ich sehr wahrscheinlich eine Teilernte machen werde, aber das hat alles noch ein, zwei Wochen Zeit, denke ich. Ich hab auch langsam das Gefühl, dass ich mit meiner Schätzung von ca. 6g pro Pflanze ein bisschen zu tief gezielt habe… ich könnte mir vorstellen, dass ich zumindest bei der Northern Lights und der PurplePunch etwas mehr rauskriege. Mal schauen^^

Deine Pflanzenergebnisse sind für ein 18WattSetup mit Balkonlicht absolut beachtlich. Deine Einschätzung zur Teilernte ist genau richtig, da die unteren Blüten ohne starkes Tiefenlicht länger zum Reifen brauchen. Durch das gestaffelte Ernten maximierst du den Ertrag der unteren Triebe enorm.

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@TheGrower Danke! Ich bin tatsächlich erstaunt, denn bei der Epsilon F1 hatte ich nichtmal ansatzweise so “fette” Buds. Gut, das war auch von November bis Februar, die hat also deutlich weniger Licht durchs Fenster bekommen.

Aber dann kann ich das ruhigen Gewissens mit der Teilernte so machen. Die Lampe würde ich dann natürlich wieder absenken - ich musste sie höher hängen weil die NL und die PP ihr verdammt nahe gekommen sind, denn eigentlich sollte sie gar nicht über den Rand hinaus leuchten. Die Blätter haben sich dann immer, wie bei einem umgedrehten Regenschirm, um die Lichtquelle aufgestellt.

Das sah dann so aus:

@chilichote sind die bilder von jetzt gerade? seitwann blühen die schönheiten?

@Pflanzenfee Das letzte Bild aus dem Kommentar mit den 5 Fotos ist von heute, die anderen sind ein paar Tage bzw. sogar ± zwei Wochen alt.

Vor fast genau 4 Wochen sind sie in die Vorblüte gegangen.

@chilichote dann hast du ja knapp die hälfte der blütezeit geschafft! hast du schon hummeln im hintern?^^

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@Pflanzenfee ich kann es tatsächlich immer kaum erwarten, auch wenn es ein bisschen schmerzhaft ist, weil man ja auch viel Zeit zusammen verbracht hat^^

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@chilichote

Einfach die Augen zu machen beim umschneiden.. :wink:

Das ist die perfekte Beschreibung fürdas Gefühl kurz vor der Ernte!! Man zieht die Pflanzen wochenlang mühsam groß baut eine richtige Bindung auf und am Ende muss man sie mit der Schere fällen.

@Haze420 Ach, das hilft auch nur kurz. Danach liegt vor mir auf dem Tisch, im Sterben, während ich dann an ihr rumschneide…^^

@TheGrower Wäre klasse, wenn jemand mal eine mehrjährige Cannabis-Pflanze züchten würde. Dann könnte man sie abernten und es kämen einfach neue Triebe.

@chilichote

Wenn man es natürlich so beschreibt klingt es etwas makaber, da geb ich dir Recht.. :face_with_peeking_eye::grinning_face_with_smiling_eyes:

@chilichote Ja das gibt es tatsächlich unter dem Stichwort Reveg Damit habe ich allerdings noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt und weiß daher nicht ob sich das am Ende wirklich lohnt.

@TheGrower Faszinierend, hab dazu grad ne kurze Zusammenfassung gelesen. Jetzt bräuchte es das nur noch automatisiert… quasi als Autoautoflower^^

Das wird sportlich! Vielleicht solltest du unter die CannabisZüchter gehen und deine eigene Mutanten-Sorte erfinden? :wink:

@TheGrower Haha, jaaaaaa, das wird wohl nicht passieren… aber ein netter Gedanke!

wenn man im späten frühling indoor erntet, die untersten blüten dran lässt, einen wurzelschnitt macht und noch platz im garten hat, würde sich das lohnen. für indoor empfehle ich stecklinge zu reveggen - das geht schneller