@chilichote
Bei den Terpenen wird das Ganze sogar nochmal komplizierter 
THC ist vergleichsweise „robust“, viele Terpene dagegen sind ziemlich empfindlich. Gerade Temperatur und Trocknung spielen dort eine riesige Rolle. Deshalb ist ein langsames und möglichst sanftes Trocknen extrem wichtig.
Zu hohe Temperaturen können Terpene relativ schnell zerstören beziehungsweise verdampfen lassen. Deshalb versuchen viele beim Trocknen eher Temperaturen um die 15–20 °C zu halten und vor allem starke Hitze zu vermeiden.
Ein paar Beispiele:
Myrcen (erdig, moschusartig)
→ beginnt sich ab ca. 20–21 °C zunehmend schneller zu verflüchtigen
Limonen (Zitrus)
→ relativ empfindlich, starke Verluste oft ab etwa 21–23 °C
Pinene (Kiefer/Wald)
→ verflüchtigt sich ebenfalls recht schnell bei höheren Temperaturen
Caryophyllen (würzig/pfeffrig)
→ gilt als etwas stabiler als viele andere Terpene
Deshalb riechen manche schlecht getrockneten Blüten am Ende kaum noch intensiv, obwohl die Genetik eigentlich extrem aromatisch wäre.
Welche Terpene dominant sind, erkennt man oft grob am Aroma der Sorte:
Zitrus, Diesel, erdig, fruchtig, süß, würzig usw. hängen direkt mit bestimmten Terpenprofilen zusammen.
Und ja, grundsätzlich gilt bei Terpenen etwas Ähnliches wie bei THC:
Die Genetik gibt das Potenzial vor, aber wie gut dieses Potenzial am Ende wirklich erhalten bleibt, hängt stark vom Grow, Klima, Erntezeitpunkt, Trocknung und Curing ab 