Bin aktuell in der Planung für ein Hochbeet im nächsten Jahr ( U Form ). Durch diverese Umbauprojekte am Haus haben wir viel Fläche gewonnen.
Da kam dann in meinen Kopf “Hey, plan das Hochbeet doch einfach noch etwas größer, damit auch ein paar Pflänzchen ihren Platz finden”. So weit, so gut.
Das Hochbeet und dessen Befüllung soll so geplant werden das es sich für 3 - 4 Jahre mit allen Nährstoffen selbst versorgen kann, zumindest für Gemüse.
Nun meine Frage - Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Cannabis im selben Beet? Wäre eine Begrenzung sinnvoll damit die Wurzeln der verschiedenen Pflanzen sich nicht gegenseitig im Weg sind?
Mir gefällt das Konzept der Permakultur sehr gut und zumindest im Gemüseanbau will ich im Beet diese Richtung einschlagen.
Hat jemand Ideen wie ich Cannabis in den Kreislauf einbringen kann oder bestenfalls schon Erfahrungen?
Begrenzen würde ich nichts, halte einfach genug Abstand insbesondere zu nährstofffordernden Pflanzen wie Tomaten, Chilis und Paprikas. Wenn etwas Platz dazwischen ist, sollten die sich nicht in die Quere kommen. Du kannst außerdem einen “Komposter” mit einbauen, mittels 2 Töpfen und Maschendraht. Mit Hilfe von Kompostwürmern schaffst du so die beste Nährstoffquelle für die Pflanzen und musst nicht zwingend zusätzlich düngen.
Finde die Idee ehrlich gesagt ziemlich cool! Cannabis passt meiner Meinung nach sogar erstaunlich gut in so ein Hochbeet-Konzept, vor allem outdoor.
Ich würde persönlich aber wahrscheinlich trotzdem jeder Pflanze einen etwas abgegrenzten Bereich geben. Nicht komplett isolieren, aber z. B. mit eingegrabenen Stofftöpfen oder Wurzelsperren arbeiten. Cannabis wird gerade in lebendiger Erde oft extrem wurzelstark und kann sonst irgendwann anfangen, den anderen Pflanzen ordentlich Nährstoffe und Wasser wegzunehmen. Außerdem kann man durch so eine Barriere auch nur dem Cannabis oder nur den andern Pflanzen bestimmte Nährstoffe geben.
Was ich auf jeden Fall empfehlen würde:
_Viel Kompost und Wurmhumus direkt beim Aufbau einarbeiten
_Mulchen ohne Ende (Stroh, Laub, Rasenschnitt etc.)
_Klee oder andere Cover Crops zwischen die Pflanzen (Rotklee bietet eine langsame Freisetzung von Luftstickstoff für Deine hungrigen Cannabispflanzen. Gleichzeitig bildet Rotklee einen lebenden Mulch und er ist als biologischer Dünger eine reiche Quelle von Mineralien. )
_Begleitpflanzen wie Basilikum, Ringelblume, Kapuzinerkresse oder Dill gegen Schädlinge
Für Cannabis selbst würde ich eher robuste Outdoor- oder Autoflower-Genetiken nehmen. Gerade in so einem System würde ich keine ultra-zickigen High-End-Hybriden setzen.
Wichtig ist auch: Cannabis zieht in der Blüte teilweise brutal viel Phosphor und Kalium. Ein Gemüsebeet puffert das nicht immer automatisch gut ab. Da könnten Topdressings mit Kompost, Hühnermistpellets, Fledermausguano oder fermentierten Pflanzenjauchen später echt helfen.
Und noch ein Tipp aus allem, was ich bisher gesehen habe:
Lieber weniger Pflanzen und dafür mehr Platz/Licht/Luft pro Pflanze. Outdoor in lebendiger Erde werden die teilweise viel größer als man denkt!