@chilichote
Korrekt 
Wobei man fairerweise sagen muss: Discourse ist eigentlich auch nicht mehr wirklich ein klassisches Forum, genauso wenig wie Flarum. Wer noch die alten Foren aus den 2000ern kennt, merkt relativ schnell, wie stark sich solche Systeme inzwischen verändert haben.
Antonio hat aber schon recht, es ist im Hintergrund ein komplett anderes Grundsystem. Aufbau, Struktur, Handling und auch die Funktionen unterscheiden sich extrem von Flarum.
Fängt schon technisch an:
Flarum basiert auf PHP.
Discourse läuft dagegen auf Ruby on Rails und wird typischerweise über Docker betrieben.
Beides sind übrigens Open-Source-Projekte. Bedeutet:
Jeder könnte theoretisch selbst kostenlos eine Flarum- oder Discourse-Plattform aufsetzen. Kosten entstehen hauptsächlich durch den Server selbst, also z. B. Webserver, VPS oder Dedicated Server.
Der große Unterschied ist aktuell eher die Entwicklung und der Umfang.
Flarum ist von Haus aus relativ schlank gehalten. Viele Funktionen kommen dort erst über Extensions dazu, die wiederum oft von der Community entwickelt werden.
Das Problem dabei:
Die Entwicklung bei Flarum wirkt mittlerweile teilweise recht träge und viele Erweiterungen werden nicht dauerhaft gepflegt.
Discourse dagegen ist extrem aktiv entwickelt und bringt schon standardmäßig enorm viele Funktionen mit, die man bei Flarum erst nachrüsten müsste.
Gerade Dinge wie:
- SEO
- Moderation
- Benutzerverwaltung
- Trust-Level
- Automatisierungen
- Spam-Schutz
- Benachrichtigungen
- Gruppenfunktionen
- API-Anbindungen
- Mobile/PWA
- Analytics
- Community-Moderation
…sind dort deutlich weiter ausgebaut.
Und das Lustige ist:
Die Features, die ich im Beta-Test-Beitrag bisher aufgezählt habe, sind nicht mal alles 
Das ist aktuell ungefähr vielleicht die Hälfte von dem, was Discourse grundsätzlich schon kann oder was später möglich wäre.
Viele Dinge merkt man auch erst im Alltag oder wenn eine Community größer wird.
Gerade Bereiche wie:
- automatische Moderation
- intelligente Trust-Level
- Community-gesteuerte Freischaltungen
- sehr starke Suchfunktionen
- Wiki-Systeme
- Gruppen-/Rollenverwaltung
- API-Anbindungen
- Automatisierungen
- PWA/Mobile
- SEO
- Echtzeitfunktionen
- Spam-/Bot-Erkennung
- interne Statistiken
- AI-/Bot-Anbindungen
- externe Tool-Integrationen
…sind bei Discourse teilweise schon extrem weit gedacht.
Und vieles davon läuft eben nicht mehr wie „klassische Forensoftware“, sondern eher wie eine Mischung aus:
- Community-Plattform
- Wissensdatenbank
- Social-System
- Ticketsystem
- Wiki
- teilweise fast schon Discord/Reddit-Hybrid

Deshalb meinte ich auch:
Man merkt relativ schnell, dass moderne Plattformen eigentlich nicht mehr viel mit den alten „2005er-Foren“ gemeinsam haben außer dem Grundgedanken 
Wer keine Angst vor Englisch hat, kann sich die Features auch gerne selbst anschauen:
https://www.discourse.org/features und https://www.discourse.org/plugins
Da sind schon einige Dinge dabei, die eine Community teilweise sogar selbstregulierend machen 